So nutzt du den Ziel-CPA-Rechner
Lege zuerst fest, welches Sortiment und welchen Zeitraum du betrachten möchtest. Bestellwert und Marge müssen zueinander passen. Für den Ist-Vergleich brauchst du zusätzlich Werbeausgaben und zugeordnete Käufe mit derselben zeitlichen und inhaltlichen Abgrenzung.
1. Durchschnittlichen Nettobestellwert eintragen
Nutze den durchschnittlichen Umsatz je Bestellung ohne Umsatzsteuer. Rabatte, Stornos und Erstattungen müssen passend zu deiner Datenbasis berücksichtigt sein. Ein Conversion-Wert aus dem Werbekonto ist nicht automatisch ein bereinigter Nettobestellwert.
2. Deckungsbeitragsmarge vor Werbung ergänzen
Die Marge beschreibt den Anteil des Nettoumsatzes, der nach Warenkosten und weiteren variablen Kosten, aber vor Werbeausgaben verbleibt. Dazu können Versand, Verpackung und Zahlungsgebühren gehören. Sind diese Kosten bereits in der Marge enthalten, ziehst du sie nicht noch einmal ab. Wenn du deine Marge nicht kennst, nutze zunächst deine Kostenrechnung oder den Deckungsbeitragsrechner.
3. Gewünschten verbleibenden Beitrag festlegen
Trage ein, welcher Betrag nach variablen Kosten und Werbung je Bestellung bleiben soll. Dieser Betrag steht auch für Fixkosten und weitere nicht erfasste Kosten zur Verfügung. Er ist noch kein Nettogewinn. Mit 0 Euro berechnest du die vereinfachte Break-even-Grenze.
4. Optional deinen Ist-CPA vergleichen
Aktiviere den Vergleich und ergänze die reinen Anzeigenkosten sowie die zugeordneten Kauf-Conversions. Verwende denselben Zeitraum, dieselben Kampagnen und eine passende Zuordnung. Klicks, Leads oder der gesamte Shopumsatz ersetzen keine Kaufzahl. Du kannst das Ergebnis anschließend kopieren und für deine weitere Planung nutzen.
Wie berechnest du CPA, Ziel-CPA und Break-even-CPA?
Die drei Werte beantworten unterschiedliche Fragen. Der Ist-CPA zeigt deine bisherigen Anzeigenkosten je zugeordnetem Kauf. Der vereinfachte Break-even-CPA entspricht dem Deckungsbeitrag vor Werbung je Bestellung. Der rechnerische Ziel-CPA zieht davon den Beitrag ab, den du nach Werbung behalten möchtest.
Break-even-CPA = Nettobestellwert × Deckungsbeitragsmarge vor Werbung ÷ 100
Ziel-CPA = Break-even-CPA − gewünschter verbleibender Beitrag je Bestellung
Ist-CPA = Werbeausgaben ÷ zugeordnete Käufe
Die Break-even-Grenze deckt in diesem Modell die berücksichtigten variablen Kosten und die Werbung. Für Fixkosten und weitere nicht erfasste Kosten bleibt dort noch nichts übrig.
Fiktives Rechenbeispiel
Dein durchschnittlicher Nettobestellwert beträgt 100 Euro. Nach Warenkosten und weiteren variablen Kosten bleiben vor Werbung 40 Prozent, also 40 Euro. Du möchtest nach Werbung 10 Euro je Bestellung behalten. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Ziel-CPA von 30 Euro. Der vereinfachte Break-even-CPA liegt bei 40 Euro.
Bei 750 Euro Werbeausgaben und 30 zugeordneten Käufen beträgt dein Ist-CPA 25 Euro. Im Modell bleiben damit 15 Euro je Bestellung nach Werbung. Das sind 5 Euro mehr als dein gewünschter Beitrag. Die Zahlen sind ausschließlich ein fiktives Beispiel und keine Branchenempfehlung.
Woher kommen die passenden Daten?
Den Nettobestellwert erhältst du aus einem passenden Shop- oder Reportingzeitraum. Die Marge kommt aus deiner Kostenrechnung. Werbeausgaben und zugeordnete Käufe kannst du aus deinem Anzeigenreporting übernehmen. Prüfe dabei die Kaufdefinition und das Zuordnungsfenster.
Unterschiedliche Plattformen können denselben Kauf für sich beanspruchen. Addiere ihre ausgewiesenen Käufe deshalb nicht ungeprüft. Bestellwert, Sortiment, Marge und Kaufzuordnung müssen zu der Frage passen, die du untersuchen möchtest.
Wie ordnest du deinen Ist-CPA ein?
Liegt dein Ist-CPA unter dem Ziel-CPA, bleibt im Modell mehr als dein gewünschter Beitrag übrig. Liegt er darüber, wird das Beitragsziel verfehlt. Ein CPA unter der Break-even-Grenze kann trotzdem zu hoch für deinen gewünschten Beitrag sein.
An der Break-even-Grenze bleibt nach den berücksichtigten variablen Kosten und Werbeausgaben kein Beitrag mehr übrig. Darüber wird dieser Beitrag negativ. Ob dein Unternehmen insgesamt profitabel arbeitet, lässt sich daraus allein nicht ableiten.
Ein negativer rechnerischer Ziel-CPA zeigt, dass dein gewünschter Beitrag bereits über dem Deckungsbeitrag vor Werbung liegt. Er ist kein mögliches negatives Gebot. Auch ohne Anzeigenkosten wird das Beitragsziel mit den eingegebenen Annahmen nicht erreicht.
Ist dieser Ziel-CPA dasselbe wie die Gebotsstrategie in Google Ads?
Dieser Rechner bestimmt eine wirtschaftliche Planungsgröße aus deinen Angaben. Die Google-Ads-Gebotsstrategie mit Ziel-CPA nutzt dagegen ein gesetztes Ziel für durchschnittliche Conversion-Kosten zur automatischen Gebotssteuerung. Der berechnete Wert wird nicht an Google oder Meta übertragen.
Ob ein solches Ziel in einer Kampagne erreichbar und sinnvoll einsetzbar ist, bewertet der Rechner nicht. Ein wirtschaftlicher Schwellenwert ist keine automatische Plattformempfehlung.
Was zeigt der Rechner nicht?
Das Modell setzt einen passenden durchschnittlichen Bestellwert und eine passende Marge voraus. Es prüft weder dein Tracking noch die Vollständigkeit deiner Kostenrechnung. Sortimentsmix, Retouren und unterschiedliche Kaufzuordnungen können das Ergebnis verändern.
Der Rechner ermittelt keinen vollständigen Unternehmensgewinn und keine Neukunden-Akquisitionskosten. Er berücksichtigt keine späteren Wiederkäufe und prognostiziert keine Kampagnenergebnisse. Leads und deren Abschlusswahrscheinlichkeit gehören nicht zu dieser Version.
Die Berechnung erfolgt lokal in deinem Browser. Die Toollogik speichert deine Eingaben nicht automatisch für spätere Besuche und überträgt sie nicht an einen Server.
Weitere Tools für deine Werbeplanung
Mit dem ROAS-Rechner stellst du zugeordneten Nettoumsatz und Werbeausgaben gegenüber. Der Meta-Ads-Budgetrechner und der Google-Ads-Kosten-Rechner helfen dir, Szenarien mit eigenen Klickkosten und Quoten zu planen. Für die Kostengrundlage unterstützt dich der Deckungsbeitragsrechner.
