Was zeigt dir der Margenrechner?
Der Margenrechner zeigt dir die Differenz zwischen deinem Nettoverkaufspreis und deinem eingegebenen Nettoeinkaufspreis. Du siehst diesen Rohertrag in Euro sowie die Produktmarge in Prozent des Nettoverkaufspreises. Zusätzlich berechnet das Tool den Kalkulationsaufschlag auf den Einkaufspreis.
Das hilft dir beim Vergleich von Produkten und bei der Vorbereitung deiner Preiskalkulation. Aus der angezeigten Marge allein folgt noch nicht, dass ein Produkt oder dein Unternehmen profitabel ist: Weitere Kosten sind nicht abgezogen.
So berechnest du eine bestehende Marge
- Wähle „Marge berechnen“ und trage den Einkaufspreis netto pro Stück ein.
- Wähle für deinen Verkaufspreis „Netto“ oder „Brutto“. Beim Wechsel bleibt dein Eingabewert unverändert; prüfe daher, ob er weiterhin zu deiner Auswahl passt.
- Trage den Verkaufspreis ein. Bei Brutto gibst du zusätzlich den Umsatzsteuersatz als eigene Rechenannahme an.
- Klicke auf „Berechnen“. Vergleiche Rohertrag, Marge und Kalkulationsaufschlag.
Fiktives Beispiel: Du kaufst für 60,00 € netto ein und verkaufst für 100,00 € netto. Der Rohertrag beträgt 40,00 €, die Marge 40,00 % und der Kalkulationsaufschlag 66,67 %. Ein Verkaufspreis von 119,00 € brutto ergibt bei beispielhaft 19 % Umsatzsteuer dieselbe Nettobasis von 100,00 €.
So berechnest du einen Verkaufspreis aus deiner Zielmarge
- Wähle „Verkaufspreis aus Zielmarge“.
- Trage den Einkaufspreis netto und deine gewünschte Marge ein. Die Zielmarge bezieht sich auf den Nettoverkaufspreis und muss unter 100 % liegen.
- Wähle optional die Bruttoanzeige und gib dafür den Umsatzsteuersatz an.
- Klicke auf „Berechnen“. Das Tool zeigt dir den erforderlichen Preis und die damit erreichte Marge.
Fiktives Beispiel: Bei 60,00 € Einkauf netto und 40 % Zielmarge beträgt der erforderliche Nettoverkaufspreis 100,00 €. Mit beispielhaft 19 % Umsatzsteuer sind das 119,00 € brutto.
Rundung: Maßgeblich ist der Nettopreis, bei aktivierter Bruttoanzeige der Bruttopreis. Dieser Preis wird auf den nächsten vollen Cent aufgerundet, damit die Zielmarge nicht durch Abrunden unterschritten wird. Bei einem bereits centgenauen Preis bleibt er unverändert. Im Bruttofall wird die Nettobasis aus dem aufgerundeten Bruttopreis abgeleitet. Die angezeigte Nettobasis kann daher gerundet sein, während die Kennzahlen mit dem exakten Wert berechnet werden.
Marge und Aufschlag: gleicher Betrag, andere Bezugsgröße
Die Marge teilt den Rohertrag durch den Nettoverkaufspreis. Der Kalkulationsaufschlag teilt ihn durch den Nettoeinkaufspreis. Bei 60 € Einkauf und 100 € Verkauf sind deshalb 40 % Marge und 66,67 % Aufschlag gleichzeitig richtig. Ein Aufschlag von 40 % wäre ein anderer Verkaufspreis und würde nicht zu 40 % Marge führen.
Formeln:
- Rohertrag = Nettoverkaufspreis − Nettoeinkaufspreis.
- Marge = Rohertrag ÷ Nettoverkaufspreis × 100.
- Kalkulationsaufschlag = Rohertrag ÷ Nettoeinkaufspreis × 100.
- Zielverkaufspreis netto = Nettoeinkaufspreis ÷ (1 − Zielmarge ÷ 100).
- Nettoverkaufspreis = Bruttoverkaufspreis ÷ (1 + Umsatzsteuersatz ÷ 100).
Netto und Brutto richtig vergleichen
Netto bedeutet hier ohne Umsatzsteuer, brutto einschließlich Umsatzsteuer. Das Tool rechnet eine Bruttoeingabe zunächst auf die Nettobasis um. Es wählt keinen Steuersatz für dein Produkt aus. Der Satz von 19 % in den Beispielen ist ausschließlich eine Rechenannahme. Auch 0 % ist als Eingabe möglich.
„Netto“ beim Preis bedeutet nicht, dass das Ergebnis dein Nettogewinn ist. Die Berechnung beschreibt die Spanne zwischen Einkauf und Verkauf.
Welche Kosten bleiben außen vor?
Versand, Payment, Werbung, Retouren, Personal und Fixkosten werden nicht berechnet. Auch zusätzliche Beschaffungskosten werden nicht automatisch ergänzt. In der vollständigen Handelskalkulation wird häufig der Einstandspreis einschließlich Beschaffungskosten verwendet; dieses Tool arbeitet ausdrücklich mit deinem eingegebenen Einkaufspreis. Für eine weitergehende Betrachtung nutze den Deckungsbeitragsrechner.
Eine pauschal gute Marge gibt es in diesem Rechner nicht. Ob der Spielraum genügt, hängt unter anderem von deinen weiteren Kosten ab.
Eingaben und besondere Fälle
Du kannst 1234,56, 1.234,56 oder 1234.56 eingeben. Ein Punkt mit drei folgenden Ziffern ohne Komma, zum Beispiel 1.234, wird wegen Mehrdeutigkeit abgewiesen. Nutze für ganze Tausender 1234 oder 1.234,00. Preise und Prozentwerte dürfen maximal zwei Nachkommastellen haben.
Eingabepreise und berechnete Zielpreise sind auf 1 Mrd. € begrenzt, Steuersätze als technische Rechenwerte auf 0 bis 100 %. Die Zielmarge reicht von 0 bis 99,99 %. Diese Grenzen sind technische Festlegungen und keine wirtschaftlichen oder steuerlichen Empfehlungen.
Ein Einkaufspreis von 0 € ist bei der Margenberechnung erlaubt: Bei positivem Verkaufspreis ergibt das 100 % Marge, der Aufschlag ist wegen der Division durch null nicht berechenbar. Im Zielpreismodus muss der Einkaufspreis positiv sein. Ein Verkaufspreis von 0 € ist nicht zulässig.
Liegt der Verkaufspreis unter dem Einkaufspreis, ist die Marge negativ. Beispiel: 80 € Einkauf und 60 € Nettoverkauf ergeben −20 € Rohertrag, −33,33 % Marge und −25,00 % Aufschlag. Damit wird keine vollständige Aussage über das Unternehmensergebnis getroffen.
