Was zeigt dir der Freelancer-Stundensatz-Rechner?
Der Rechner verbindet deine jährlichen Betriebskosten mit dem Gewinn, den du nach diesen Kosten und vor persönlichen Steuern erreichen möchtest. Er verteilt den daraus entstehenden Umsatzbedarf auf die Stunden, die du Kunden voraussichtlich berechnen kannst. Das Ergebnis ist eine Kalkulationsbasis für Angebote und Planung.
Es ist weder eine Gehaltsumrechnung noch eine Marktpreisempfehlung. Deine persönliche Steuerbelastung, Krankenversicherung und private Vorsorge werden nicht automatisch berechnet. Auch die tatsächliche Nachfrage nach deiner Leistung bleibt außerhalb des Modells.
Welche Angaben brauchst du – und woher kommen sie?
Gewünschter Jahresgewinn
Lege einen Zielbetrag fest, der nach den eingegebenen Betriebskosten übrig bleiben soll. Dieser Gewinn liegt vor persönlichen Steuern. Er ist nicht gleichbedeutend mit frei verfügbarem privatem Einkommen. Berücksichtige deine persönliche Absicherung in deiner eigenen Zielplanung, ohne dieselben Beträge zusätzlich als Betriebskosten zu zählen.
Jährliche Betriebskosten
Nutze eine nachvollziehbare Jahresplanung für beispielsweise Software, Arbeitsplatz und betriebliche Versicherungen. Trage nur den Kostenumfang ein, den der geplante Umsatz tragen soll. Prüfe dieselbe Jahresbasis und vermeide doppelt erfasste Ausgaben. Die steuerliche Behandlung einzelner Kosten übernimmt der Rechner nicht.
Realistisch abrechenbare Stunden
Nicht jede Arbeitsstunde ist eine Kundenstunde. Urlaub, Krankheit und andere Abwesenheiten reduzieren die verfügbare Zeit. Akquise, Verwaltung, Weiterbildung und interne Aufgaben können zusätzlich nicht abrechenbar sein. Verwende deshalb die Stunden, die du tatsächlich in Rechnung stellen willst, statt pauschal alle verfügbaren Arbeitsstunden.
So nutzt du den Rechner Schritt für Schritt
- Lege Jahresgewinn und Betriebskosten fest. Achte darauf, dass Gewinn bereits nach diesen Kosten gemeint ist.
- Trage die realistisch abrechenbaren Jahresstunden ein. Berücksichtige Abwesenheiten und nicht abrechenbare Arbeit.
- Berechne den Satz und prüfe den Rechenweg. Ändere bei Bedarf eine Annahme und berechne erneut.
Stundensatz berechnen: die Formel
Jahresumsatzziel = gewünschter Jahresgewinn + jährliche Betriebskosten.
Stundensatz = Jahresumsatzziel / abrechenbare Jahresstunden.
Die Berechnung verwendet deine eigenen Annahmen. Der ausgegebene Stundensatz wird auf den nächsten Cent aufgerundet, damit der Zielbetrag bei genau dieser geplanten Stundenzahl nicht allein durch die Anzeige-Rundung unterschritten wird.
Fiktives Beispiel: 72.000 Euro Umsatzbedarf und 1.200 Stunden
Bei 60.000 Euro gewünschtem Jahresgewinn und 12.000 Euro Betriebskosten beträgt der jährliche Umsatzbedarf 72.000 Euro. Verteilst du ihn auf 1.200 abrechenbare Stunden, ergibt sich ein Satz von 60,00 Euro pro Stunde ohne Umsatzsteuer.
Die 1.200 Stunden könnten in einem frei gewählten Beispiel aus 200 bereits um Abwesenheiten reduzierten Arbeitstagen, acht Stunden pro Tag und einem abrechenbaren Anteil von 75 Prozent entstehen. Die Annahmen sind weder allgemeine Auslastungswerte noch eine Preisempfehlung.
Warum weniger abrechenbare Zeit deinen Satz verändert
Wenn sich Zielgewinn und Betriebskosten nicht ändern, verteilt eine kleinere Stundenzahl denselben Umsatzbedarf auf weniger Kundenstunden. Bei 900 statt 1.200 Stunden wären im Beispiel 80,00 Euro pro Stunde erforderlich. Der Rechner prognostiziert jedoch nicht, wie viele Stunden du tatsächlich verkaufen kannst.
Wenn du wiederkehrende Aufgaben strukturieren möchtest, können dir der Prompt-Generator und der KI-Readiness-Check bei Briefings und Pilotplanung helfen. Ob dadurch Zeit frei wird und ob du sie abrechnen kannst, musst du für deinen konkreten Arbeitsalltag prüfen.
Wie ordnest du den Stundensatz richtig ein?
Die Kalkulation macht deine wirtschaftlichen Annahmen sichtbar. Ein am Markt erzielbarer Angebotspreis hängt zusätzlich von Leistung, Spezialisierung, Nutzen, Zielgruppe und Auftragsumfang ab. Das Ergebnis belegt daher keinen allgemein angemessenen Preis und keinen sicheren Gewinn.
Für ein Angebot solltest du außerdem klarstellen, welche Leistungen der Preis umfasst und welche Aufwände gesondert berechnet werden. Der Rechner setzt voraus, dass die eingeplanten Stunden tatsächlich zum kalkulierten Satz abgerechnet und bezahlt werden.
Welche Grenzen hat die Berechnung?
Nicht berücksichtigt sind persönliche Steuern, automatische Versicherungs- oder Vorsorgeberechnungen, Zahlungsausfälle, Preisnachlässe und wechselnde Kosten je Projekt. Eine vollständige Mitarbeiter- oder Agenturkalkulation gehört ebenfalls nicht zum Modell.
Die Berechnung erfolgt lokal im Browser. Die Toollogik speichert oder überträgt deine Eingaben nicht. Du kannst die Kalkulation selbst als Text kopieren. Die übrigen Website-Dienste sind davon getrennt.
