So nutzt du den Google Ads Kosten Rechner
Ein Anzeigenbudget allein sagt wenig darüber aus, was deine Kampagne erreichen kann. Entscheidend ist auch, wie viel du durchschnittlich für einen Klick bezahlst und wie häufig daraus die gewünschte Handlung entsteht. Der Google Ads Kosten Rechner verbindet diese Angaben zu einem nachvollziehbaren Szenario für einen Monat.
Du kannst entweder mit deinem verfügbaren Anzeigenbudget starten oder von einer gewünschten Anzahl an Leads beziehungsweise Käufen ausgehen. Der Rechner zeigt dir die dazugehörigen Klickmengen, Conversion-Mengen und Kosten. Eine Vorhersage tatsächlicher Google-Ads-Preise oder garantierter Ergebnisse ist damit nicht verbunden.
Welche Angaben brauchst du?
Dein monatliches Anzeigenbudget oder dein Conversion-Ziel
Im Modus „Was bringt mein Budget?“ gibst du den Betrag ein, den du innerhalb eines Monats für Anzeigen ausgeben möchtest. Gemeint ist ausschließlich das Anzeigenbudget. Kosten für Agenturbetreuung, Einrichtung, Tracking, Landingpages oder Anzeigenproduktion kommen gegebenenfalls hinzu.
Im Modus „Welches Budget brauche ich?“ startest du stattdessen mit deiner gewünschten Anzahl an Conversions pro Monat. Lege zuvor fest, ob du Anfragen beziehungsweise Leads oder Käufe planen möchtest. Eine Conversion sollte eine klar definierte Handlung sein, beispielsweise eine abgesendete qualifizierte Anfrage oder eine Bestellung. Vermische keine unterschiedlichen Ziele wie Seitenaufrufe, Warenkörbe und Käufe.
Dein angenommener durchschnittlicher CPC
Der CPC ist dein durchschnittlicher Preis je Anzeigenklick. Nutze nach Möglichkeit einen Wert aus vergleichbaren Kampagnen. Das höchste eingestellte Gebot ist nicht automatisch dein durchschnittlicher Klickpreis. Der Rechner kann aus Branche, Produkt oder Website keinen individuellen CPC ermitteln.
Deine angenommene Conversion Rate
Gib an, wie viele Conversions rechnerisch auf 100 Anzeigenklicks entfallen. Vier Conversions aus 100 Klicks entsprechen 4 %. Trage dafür die Zahl 4 ein. Verwende dieselbe Klickbasis, Conversion-Aktion und denselben Betrachtungsumfang wie bei deinem CPC. Eine sitzungsbasierte Website-Conversion-Rate oder ein Wert über verschiedene Interaktionsarten ist nicht automatisch mit einer klickbasierten Rate vergleichbar.
Optional für Käufe: Netto-Umsatz je Bestellung
Wenn du zusätzlich den durchschnittlichen Netto-Umsatz je Kauf einträgst, berechnet der Rechner ein Umsatz- und ROAS-Szenario. Berücksichtige Rabatte sowie erwartete Stornos und Erstattungen in deinem Wert. Ohne diese Angabe erhältst du trotzdem die Klicks, Käufe und Kosten je Kauf. Im Leadmodus wird kein Umsatz berechnet, weil eine Anfrage noch kein zahlender Kunde ist.
Woher kommen sinnvolle Planungswerte?
Für bestehende Kampagnen sind ausreichend aussagekräftige eigene Daten ein sinnvoller Ausgangspunkt. Vergleiche ähnliche Angebote, Zielregionen und Kampagnentypen. Trenne bei Bedarf Brand- und Non-Brand-Kampagnen, wenn ihre Leistungswerte deutlich auseinanderliegen. Verwende möglichst einen Zeitraum, für den die relevanten Conversions bereits weitgehend erfasst sind.
Den durchschnittlichen CPC findest du in Google Ads. Für eine klickbasierte Planung kannst du außerdem die Conversions deiner ausgewählten Aktion durch die zugehörigen Anzeigenklicks teilen und das Ergebnis mit 100 multiplizieren. Prüfe die verwendete Zählweise und mische nicht wahllos verschiedene Conversion-Aktionen.
Wenn noch keine Kampagnendaten vorliegen, kann der Google Keyword-Planer für Suchkampagnen bei der Einschätzung von Klickpreisen helfen. Eine belastbare Conversion Rate deiner eigenen Landingpage liefert er dir dadurch nicht. Arbeite in diesem Fall mit ausdrücklich als Annahme gekennzeichneten Werten und ändere sie nacheinander, um die Auswirkungen zu verstehen.
Die Funktion „Beispiel laden“ verwendet frei gewählte Zahlen. Sie sind weder Branchenwerte noch eine Empfehlung für dein Unternehmen. Auch CPC-Werte aus einer SEO-Keyword-Recherche sind kein pauschaler Planungswert für deine Kampagnen.
Schritt für Schritt zu deinem Monatsszenario
1. Berechnungsrichtung und Conversion-Ziel wählen
Entscheide, ob du von deinem Budget oder von einer gewünschten Conversion-Anzahl ausgehst. Wähle anschließend Leads oder Käufe. Für jede Berechnung sollte klar sein, welche konkrete Handlung du zählst.
2. Deine Annahmen eintragen
Ergänze Budget beziehungsweise Zielmenge, durchschnittlichen CPC und Conversion Rate. Alle Angaben beziehen sich auf denselben geplanten Monat und vergleichbare Kampagnen. Bei Käufen kannst du optional einen durchschnittlichen Netto-Bestellwert ergänzen. Deutsche Zahlenformate wie 1.000,50 werden unterstützt. Prozentzeichen und Währungszeichen gehören nicht in die Eingabefelder.
3. Ergebnisse berechnen und einordnen
Klicke auf „Szenario berechnen“. Betrachte neben der erwarteten Menge vor allem die Kosten je Lead oder Kauf. Prüfe, ob deine Annahmen plausibel sind und ob die erwarteten Ergebnisse zu deinem Ziel passen. Eine rechnerisch attraktive Conversion-Anzahl sagt noch nichts über Leadqualität oder Gewinn aus.
4. Annahmen verändern und vergleichen
Teste beispielsweise einen höheren Klickpreis oder eine niedrigere Conversion Rate. Ändere möglichst eine Annahme nach der anderen, damit der Einfluss erkennbar bleibt. Nach einer Änderung wird das bisherige Ergebnis ausgeblendet. Berechne neu und kopiere bei Bedarf das Ergebnis inklusive Annahmen. Über „Zurücksetzen“ löschst du alle Eingaben.
So berechnet der Rechner Klicks, Conversions und Budget
Für die Formeln wird die Conversion Rate als Dezimalzahl verwendet. 4 % entsprechen also 0,04.
Klicks = Anzeigenbudget ÷ durchschnittlicher CPC
Erwartete Conversions = Klicks × Conversion Rate als Dezimalzahl
Kosten je Conversion = Anzeigenbudget ÷ erwartete Conversions
Für die Rückwärtsrechnung gilt:
Benötigte Klicks = gewünschte Conversions ÷ Conversion Rate als Dezimalzahl
Benötigtes Anzeigenbudget = benötigte Klicks × durchschnittlicher CPC
Mit optionalem Bestellwert im Kaufmodus:
Erwarteter Netto-Umsatz = erwartete Käufe × Netto-Umsatz je Kauf
ROAS = erwarteter Netto-Umsatz ÷ Anzeigenbudget
Ein ROAS von 2 entspricht 200 %: Rechnerisch kommen auf einen Euro Anzeigenbudget zwei Euro Umsatz. Warenkosten, Versand, Gebühren, Betreuung und andere Aufwendungen sind darin noch nicht abgezogen.
Bei unverändertem CPC und unveränderter Conversion Rate bleibt der rechnerische CPA gleich, auch wenn du das Budget erhöhst. Genau deshalb ist dieses lineare Szenario keine Prognose dafür, wie sich eine reale Kampagne beim Skalieren entwickelt.
Rechenbeispiel: Was könnten 1.000 Euro Anzeigenbudget bringen?
Das folgende Beispiel ist frei gewählt und stellt keine Empfehlung für Klickpreise oder Conversion Rates dar. Du planst 1.000 € Anzeigenbudget für einen Monat, einen durchschnittlichen CPC von 2 € und eine Conversion Rate von 4 %.
Aus 1.000 € geteilt durch 2 € entstehen rechnerisch 500 Klicks. Bei 4 % Conversion Rate ergeben sich 20 Conversions. Jede Conversion kostet in diesem Szenario 50 € Anzeigenbudget.
Im Leadmodus sind das 20 erwartete Anfragen. Wie viele davon zu Kunden werden, bleibt offen. Im Kaufmodus sind es 20 erwartete Käufe. Bei einem zusätzlichen Netto-Bestellwert von 100 € ergeben sich 2.000 € Umsatz und ein ROAS von 2 beziehungsweise 200 %.
Möchtest du stattdessen 30 Conversions planen, benötigst du bei denselben Annahmen 750 Klicks und 1.500 € Anzeigenbudget. Das ist der rechnerische Budgetbedarf unter diesen Annahmen; eine garantierte Zielerreichung lässt sich daraus nicht ableiten.
Ergebnisse richtig einordnen und Grenzen verstehen
Der Rechner unterstellt, dass das angesetzte Budget ausgegeben werden kann und CPC sowie Conversion Rate konstant bleiben. Er berücksichtigt weder begrenzte Nachfrage noch Wettbewerb, Saisonalität, Gebotsstrategien, Lernphasen oder Änderungen an Angebot und Landingpage. Gerade bei größeren Budgetänderungen können die tatsächlichen Leistungswerte deutlich abweichen.
Nachkommastellen bei Klicks oder Conversions sind Erwartungswerte. Ein Ergebnis von 12,5 Käufen bedeutet nicht, dass eine halbe Bestellung entsteht. Es beschreibt das rechnerische Ergebnis deiner Annahmen. Die Anzeige wird gerundet; die Berechnung erfolgt mit ungerundeten Werten.
Bei 0 % Conversion Rate entstehen keine erwarteten Conversions. Ein positives Conversion-Ziel lässt sich damit nicht in ein endliches Budget übersetzen. Ohne Conversions kann der Rechner keinen CPA bestimmen. Bei null Anzeigenbudget ist ein ROAS ebenfalls nicht berechenbar.
Eine Conversion Rate über 100 % kann bei mehreren gezählten Conversions je Klick vorkommen. Prüfe dann besonders sorgfältig, ob deine Zählweise zur ausgewählten Handlung passt. Ein Lead bleibt eine Anfrage; ein ROAS bleibt ein Umsatzverhältnis. Für die Wirtschaftlichkeit brauchst du zusätzlich deine Kosten und Margen.
Nutze das Ergebnis deshalb als Gesprächs- und Planungsgrundlage. Prüfe deine Annahmen anhand realer Kampagnendaten und aktualisiere sie, wenn sich Angebot, Zielgruppe oder Leistungswerte verändern.
