So prüfst du deinen Google-Shopping-Feed
Ein Produktfeed enthält die Angaben, mit denen deine Produkte an Google übermittelt werden. Schon beim Export können Werte fehlen, Spalten falsch zugeordnet oder Kennzeichnungen verändert werden. Der Feed-Checker hilft dir, ausgewählte Auffälligkeiten in einer vorhandenen Datei zu erkennen und die anschließende Korrektur vorzubereiten.
Du brauchst dafür eine CSV- oder TSV-Datei mit einer Kopfzeile und mindestens einem Produktdatensatz. Wenn du zunächst die Bedienung kennenlernen möchtest, kannst du über „Beispiel laden“ einen kleinen synthetischen Feed prüfen.
1. Exportiere deinen Feed im passenden Format
Verwende eine UTF-8-Datei mit der Endung .csv oder .tsv. Bspw. kannst du im Merchant Center unter dem Reiter "Produkte" einen Export aller Produkte im Format .tsv starten. Unterstützt werden Komma, Semikolon und Tabulator als Trennzeichen. Auch eine UTF-8-BOM, korrekt gesetzte Anführungszeichen und mehrzeilige Beschreibungen werden berücksichtigt.
Die Datei darf höchstens 20 MB und 10.000 Produktdatensätze enthalten. Zusätzlich gelten technische Grenzen von 200 Spalten und 200.000 Zeichen je Einzelfeld. Diese Importgrenzen sind keine Google-Vorgaben. XML-Dateien, Excel-Arbeitsmappen, komprimierte Dateien und Feed-URLs werden in dieser Version nicht unterstützt.
Achte darauf, Produkt-IDs und GTINs als Text zu erhalten. Tabellenprogramme können führende Nullen entfernen oder lange Kennzeichnungen umformatieren. Der Checker kann bereits verlorene Zeichen nicht wiederherstellen.
2. Lies die Datei ein und kontrolliere die Zuordnung
Wähle deine Datei aus und klicke auf „Datei einlesen“. Das Trennzeichen wird zunächst automatisch ermittelt. Ist die Erkennung nicht eindeutig, wählst du das passende Trennzeichen selbst aus und liest die Datei erneut ein.
Standardattribute wie id, title und price werden erkannt. Bei unterstützten alternativen Spaltennamen erscheint eine vorgeschlagene Zuordnung, die du bestätigen kannst. Prüfe dabei insbesondere, ob Produkt-ID, Preis und Kennzeichnungen aus den richtigen Spalten stammen.
Ein beliebiger Shop-Export ist nicht automatisch ein fertiger Google-Produktfeed. Die Zuordnung unterstützt dich beim Einlesen; sie repariert oder konvertiert die Originaldatei nicht.
3. Ordne die Befunde ein
Fehler zeigen konkrete Probleme innerhalb der unterstützten Prüfregeln, etwa einen leeren Pflichtwert oder eine falsche GTIN-Prüfziffer. Warnungen markieren Angaben, deren Zulässigkeit oder Aktualität du näher prüfen solltest. Hinweise erklären fehlenden Kontext oder benennen Prüfungen, die diese Version nicht vollständig abdeckt.
Jeder Befund enthält das betroffene Feld, eine verständliche Ursache und einen nächsten Schritt. Fehlt eine Pflichtspalte vollständig, erscheint ein Befund für die gesamte Datei. Ist die Spalte vorhanden, aber ein einzelner Wert leer, wird der betreffende Datensatz genannt.
Die Datensatznummer bezeichnet ein Produkt nach der Kopfzeile. Sie entspricht bei mehrzeiligen Feldern nicht der physischen Zeilennummer in einem Texteditor. Ein Produkt kann mehrere Befunde haben. Deshalb weist die Übersicht betroffene Datensätze und einzelne Befunde getrennt aus.
4. Filtere und exportiere die Ergebnisse
Über den Schweregrad und die Suche nach Produkt-ID kannst du die Anzeige eingrenzen. Pro Ergebnisseite werden höchstens 50 Befunde dargestellt. Der CSV-Export enthält unabhängig vom aktiven Filter sämtliche Befunde mit ihren Verbesserungshinweisen.
Verwende den Export als Arbeitsliste für die Korrektur in deinem Shop, deinem Feed-System oder deiner Datenquelle. Potenziell als Tabellenformeln interpretierbare Exportwerte erhalten ein Schutzapostroph. Die eingelesene Originaldatei wird nicht verändert.
Nach einer Korrektur exportierst du einen neuen Feed und prüfst ihn erneut. „Zurücksetzen“ entfernt die aktuelle Auswahl und Auswertung aus dem Tool.
Welche Angaben untersucht der Feed-Checker?
Die Prüfung umfasst ausgewählte Basisangaben: Produkt-ID, Titel, Beschreibung, Produktlink, Bildlink, Preis und Verfügbarkeit. Je nach vorhandenen Daten kommen unter anderem Verfügbarkeitsdatum, GTIN, Marke, Herstellernummer, identifier_exists und Produktzustand hinzu.
Bei URLs prüft das Tool die Struktur, ohne die Adresse aufzurufen. Bei Kennzeichnungen untersucht es beispielsweise Format und Prüfziffer. Strukturierte Titel und Beschreibungen werden als Alternativen erkannt, ihre Unterattribute aber nicht vollständig geprüft.
Die Regelgrundlage bilden die offiziellen Google-Produktdatenspezifikationen.
Beispiel: Preisformat und fehlende GTIN
Im eingebauten Beispiel enthält ein Produkt einen Preis mit Dezimalkomma, einen nicht unterstützten Verfügbarkeitswert und eine GTIN mit falscher Prüfziffer. Diese Angaben führen zu konkreten Fehlerbefunden.
Ein anderes Beispielprodukt hat keine GTIN, aber eine Marke und eine Herstellernummer. Der Checker weist auf den zu prüfenden Kontext hin. Er unterstellt nicht automatisch, dass eine GTIN fehlen muss. Entscheidend ist, welche Kennzeichnungen tatsächlich für das Produkt vergeben wurden. Eine rechnerisch richtige Prüfziffer bestätigt außerdem nicht, dass die Nummer zum Produkt gehört. Die Einzelheiten beschreibt Google in den Hinweisen zu GTINs.
Was kann die lokale Prüfung nicht bestätigen?
Ein Ergebnis ohne Fehler ist keine Freigabe durch Google. Der Checker ruft weder Produktseiten noch Bilder ab. Er gleicht Preise und Bestände nicht mit deinem Shop ab und kennt weder deinen Merchant-Center-Kontostatus noch mögliche Richtlinienprobleme.
Auch vollständige Anforderungen für spezielle Kategorien, Bekleidung, Varianten, Versand, Steuern und besondere Verkaufsmodelle sind nicht Bestandteil dieses Basischecks. Nicht geprüfte Attribute können weitere Probleme enthalten.
Nutze das Ergebnis deshalb zusammen mit den Meldungen in deinem Merchant Center. Eine lokale Dateiprüfung hilft dir bei der Fehlersuche, ersetzt aber keine vollständige Prüfung aller Voraussetzungen.
Wie werden deine Produktdaten verarbeitet?
Die Datei wird durch den Checker lokal in deinem Browser eingelesen und ausgewertet. Der Checker überträgt die Produktdaten nicht an einen Server, verwendet keine KI- oder Prüf-API und speichert die Inhalte nicht dauerhaft.
Allgemeine Dienste der Website sind davon getrennt zu betrachten. Informationen dazu findest du in den Datenschutzhinweisen von trepcademy.
