Keyword-Recherche: So findest du gute Themen

Geschätzte Lesezeit: 12 Min.

Keyword-Recherche: So findest du gute Themen

Du hast viele Ideen für deinen Blog. Aber welche davon beschäftigen deine Zielgruppe wirklich? Welche passen zu deinem Angebot? Und bei welchen lohnt sich der Aufwand für einen ausführlichen Beitrag?

Eine Keyword-Recherche hilft dir, diese Fragen systematisch zu beantworten. Du verbindest die Sprache deiner Kunden mit Suchdaten, prüfst die Suchintention und entscheidest anschließend, welche Themen auf deine Website gehören. Dieser Leitfaden führt dich vom ersten Brainstorming bis zur priorisierten Themenplanung. Dazu kommen vier Recherche-Tools und ein Beispiel, wie der SISTRIX MCP die Arbeit im Chat unterstützt.

Kurzfassung

Bei einer Keyword-Recherche sammelst, prüfst und strukturierst du Suchbegriffe, die zu deiner Zielgruppe und deinem Geschäftsmodell passen. Du ergänzt Suchdaten, reduzierst die Liste und ordnest die verbleibenden Keywords passenden Themen und Seiten zu. Suchvolumen ist dabei ein Auswahlkriterium. Ebenso wichtig sind Suchintention, geschäftliche Relevanz und die realistische Chance, hilfreiche Inhalte anzubieten.

Das Ergebnis ist eine begründete Entscheidung: Welche bestehende Seite verbesserst du, welchen neuen Inhalt erstellst du und welche Begriffe verfolgst du vorerst nicht weiter?

Was ist eine Keyword-Recherche?

Eine Keyword-Recherche ist der strukturierte Prozess, mit dem du relevante Suchanfragen identifizierst, bewertest und für deine Website nutzbar machst. Ein Keyword kann ein einzelnes Wort, eine Wortgruppe oder eine vollständige Frage sein.

Dabei suchst du nicht nur nach Formulierungen für deinen nächsten Text. Du untersuchst, welche Probleme Menschen lösen möchten und welche Inhalte sie dafür benötigen. Daraus können Blogartikel, Leistungsseiten, Shop-Kategorien oder ergänzende FAQs entstehen.

Ein Beispiel begleitet uns durch den Artikel: ein fiktives Unternehmen, das Büroumzüge für Geschäftskunden anbietet. Es möchte Menschen erreichen, die einen Firmenumzug vorbereiten oder einen Dienstleister suchen. Die folgenden Beispielbegriffe veranschaulichen Entscheidungen; sie sind keine recherchierten Nachfrage- oder Rankingnachweise.

„Büroumzug planen“ und „Umzugsunternehmen für Firmen“ gehören zum selben Themenumfeld. Trotzdem können dahinter unterschiedliche Erwartungen stehen. Genau diesen Unterschied muss deine Recherche sichtbar machen.

Keyword-Recherche durchführen: vom Brainstorming zum Themenplan

Der Ablauf bei trepcademy beginnt mit einem Keyword-Brainstorming. Anschließend werden Begriffe recherchiert, mit Daten ergänzt, reduziert und strukturiert. Aus den verbleibenden Keywords entstehen klare Schwerpunkte und konkrete Content-Aufgaben.

1. Brainstorming: Angebote und Kundenfragen sammeln

Starte mit deinem Geschäftsmodell: Was bietest du an, für wen und in welchem Markt? Notiere auch, welche Leistungen ausdrücklich nicht dazugehören. Diese Grenzen helfen dir später beim Aussortieren.

Danach wechselst du die Perspektive. Welche Wörter benutzen Kunden in Gesprächen? Welche Fragen landen beim Vertrieb oder Support? Welche Unsicherheiten tauchen vor einer Anfrage auf?

Für unser Umzugsunternehmen könnten erste Begriffe sein: Büroumzug, Firmenumzug, Umzug organisieren, Büro umziehen, Ausfallzeiten und Umzugscheckliste. Solche Ausgangsbegriffe heißen Seed-Keywords. Sie eröffnen die Recherche und müssen noch keine endgültigen Fokus-Keywords sein.

Sammle zunächst breit genug, um verschiedene Bedürfnisse zu erkennen. Lass neben Leistungsbezeichnungen auch Probleme, Vergleiche und praktische Fragen zu. Ein interner Fachbegriff ist nicht automatisch die Formulierung, mit der deine Zielgruppe sucht.

2. Keywords recherchieren und Daten ergänzen

Jetzt erweiterst du die Ausgangsliste mithilfe von Recherche-Tools. Ergänze verwandte Suchbegriffe, konkrete Fragen und Kombinationen. Untersuche außerdem, für welche passenden Themen andere Websites bereits gefunden werden.

Lege vor dem Datenabruf den Zielmarkt fest. Werte für Deutschland, Österreich oder einen einzelnen Standort beantworten unterschiedliche Fragen. Dokumentiere deshalb Quelle, Abrufdatum und die verwendeten Einstellungen.

Eine brauchbare Arbeitsliste enthält:

  • Keyword und Suchvolumen: Welche Nachfrage weist die Quelle aus?
  • Suchintention und Seitentyp: Welche Antwort oder Handlung wird erwartet?
  • Wettbewerb und vorhandene Rankings: Welche Seiten sind bereits sichtbar?
  • Geschäftliche Relevanz: Wie passt der Begriff zu Angebot und Zielgruppe?
  • Entscheidung und Zielseite: Behalten, prüfen, zurückstellen oder aussortieren?

CPC und saisonale Entwicklung kannst du ergänzen, wenn sie bei der Bewertung helfen. Der CPC bezeichnet den Klickpreis im Anzeigenkontext. Er ist weder ein SEO-Preis noch ein Beleg dafür, dass ein Keyword für dein Unternehmen profitabel ist.

Vergleiche Kennzahlen nur mit Blick auf ihre Definition. Google beschreibt das Suchvolumen im Keyword-Planer als gerundeten Durchschnitt für ein Keyword und ähnliche Varianten. Der dortige Wettbewerb bezieht sich auf Werbetreibende. Daraus lässt sich die Schwierigkeit eines organischen Rankings nicht direkt ablesen. Die Unterschiede erklärt die Google-Dokumentation zu den Keyword-Messwerten.

3. Suchintention anhand der Suchergebnisse prüfen

Die Suchintention beschreibt, was jemand mit einer Suche erreichen möchte. Für die praktische Themenplanung sind vor allem vier Absichten hilfreich: sich informieren, Angebote vergleichen, etwas kaufen oder anfragen sowie eine bestimmte Website finden. Bei lokalen Angeboten kommt die Suche nach einem Anbieter in der Nähe hinzu.

Öffne für wichtige Keywords die Suchergebnisse und prüfe, welche Inhalte dominieren. Sind es Ratgeber, Vergleichsseiten, Shops, Anbieter oder lokale Ergebnisse? Welche Fragen beantworten die sichtbaren Seiten? Wie konkret und ausführlich tun sie das?

Für „Büroumzug planen“ wäre ein Leitfaden mit Vorbereitung, Zuständigkeiten und Ablauf eine plausible Arbeitshypothese. Bei „Umzugsunternehmen für Firmen“ wäre eher eine Angebots- oder Auswahlseite zu erwarten. Ob diese Zuordnung trägt, entscheidet die tatsächliche SERP-Analyse. SERP steht für Suchergebnisseite.

Beachte auch hervorgehobene Antworten, KI-Zusammenfassungen, Bilder und Videos. Sie zeigen zusätzliche Erwartungen und beeinflussen, wie viel Aufmerksamkeit klassische Treffer erhalten können.

Tool-Klassifizierungen helfen bei der Vorauswahl. Bei gemischten Suchergebnissen musst du genauer entscheiden, welchen Teil des Bedürfnisses deine Seite erfüllen soll.

4. Die Keyword-Liste reduzieren und Ausschlüsse festhalten

Nach der Recherche wird die Liste bewusst kleiner. Entferne Dubletten und sortiere Begriffe aus, die nicht zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe oder deinem Markt passen. Begründe Entscheidungen kurz, damit dein Team sie später nachvollziehen kann.

Im üblichen trepcademy-Workflow werden auch Keywords ohne ausgewiesenes Suchvolumen aussortiert. Das schafft Fokus. Vor einer endgültigen Streichung lohnt sich allerdings eine Ausnahmeprüfung: Zeigt das Tool tatsächlich null an oder fehlt ein Wert? Gibt es konkrete Kundenfragen, eigene Suchdaten oder ein neues Thema, das eine weitere Prüfung rechtfertigt?

Begriffe mit 0 oder fehlenden Daten müssen nicht in der priorisierten SEO-Liste bleiben. Du kannst sie separat zur Prüfung vormerken. So bleibt die Arbeitsliste übersichtlich, ohne mögliche Nischenfragen vorschnell zu verwerfen. Fachlich notwendige Begriffe dürfen zudem in einem Text vorkommen, auch wenn du dafür keine eigene Nachfrage nachweisen kannst.

Beim fiktiven Büroumzugsanbieter wären private Wohnungsumzüge außerhalb des Angebots. Ein entsprechender Begriff könnte deshalb aus der SEO-Planung für das Firmenkundengeschäft herausfallen. Eine konkrete Frage zur Umzugskoordination könnte dagegen relevant bleiben, selbst wenn die Datenlage dünn ist.

Ein weiterer Nutzen entsteht für das Performance-Marketing: Manche unpassenden Begriffe eignen sich als Kandidaten für Negative Keywords, also auszuschließende Keywords in Google Ads. Halte sie mit Begründung separat fest.

Übertrage die SEO-Aussortierung aber nicht ungeprüft in ein Werbekonto. Ein Begriff kann für einen Ratgeber wertvoll und für eine bestimmte Anzeigenkampagne ungeeignet sein. Umgekehrt ist niedriges Suchvolumen allein kein sinnvoller Ausschlussgrund. Prüfe Kampagnenziel, Ausschlussebene und Keyword-Option. Google erläutert die Funktionsweise in der Hilfe zu auszuschließenden Keywords.

Wenn du die Verbindung zur Kampagnenplanung vertiefen möchtest, findest du sie im Beitrag zu den Google Ads Grundlagen.

5. Fokus-Keyword, semantische Begriffe und Longtails zuordnen

Jetzt ordnest du die verbleibenden Begriffe thematisch. Dieses Keyword-Clustering bündelt Suchanfragen, die zusammengehören. Maßgeblich sind Bedeutung, Suchintention und passende Inhalte.

Ein klar benennbares Thema, eine Dienstleistung, ein Produkt oder eine Marke kann dabei den Ausgangspunkt bilden. Im SEO-Kontext wird für eindeutig identifizierbare Dinge und Konzepte auch der Begriff Entität verwendet. Für die tägliche Arbeit ist entscheidend, das Thema sauber abzugrenzen.

Innerhalb dieses Umfelds arbeitest du mit vier Perspektiven:

  • Fokus-Keyword: Der zentrale Suchbegriff für eine konkrete Seite. Für den geplanten Ratgeber könnte das „Büroumzug planen“ sein. Eine Leistungsseite im selben Themenumfeld kann einen anderen Fokus erhalten.
  • Semantische Keywords und Begriffe: Inhaltlich relevante Ergänzungen wie Umzugsplanung, Inventarliste, Zuständigkeiten und Zeitplan. Sie helfen, das Thema verständlich und vollständig zu erklären.
  • Longtail-Keywords: Spezifische Suchanfragen mit häufig geringer Einzelnachfrage, beispielsweise „Büroumzug planen ohne lange Betriebsunterbrechung“. Die Wortzahl allein entscheidet nicht darüber, ob ein Begriff zum Longtail gehört.
  • Content-Marketing-Keywords: Informationsbedürfnisse, aus denen hilfreiche Inhalte entstehen können, etwa eine Büroumzugscheckliste oder Fragen zur Vorbereitung. Ob daraus ein Abschnitt, eine FAQ oder ein eigener Beitrag wird, prüfst du anschließend.

Diese Kategorien können sich überschneiden. Ein Longtail-Keyword kann zugleich das Fokus-Keyword eines Ratgebers sein. „Content-Marketing-Keyword“ beschreibt vor allem seine geplante Verwendung.

Nicht jedes Keyword braucht eine eigene Seite. Wenn zwei Suchanfragen dieselbe Aufgabe beschreiben und überwiegend ähnliche Ergebnisse liefern, spricht das für eine gemeinsame Bearbeitung. Unterschiedliche Erwartungen können getrennte Seiten sinnvoll machen.

6. Themen priorisieren und bestehenden Seiten zuordnen

Bevor du einen neuen Beitrag planst, prüfe deine vorhandenen Inhalte. Gibt es bereits eine Seite, die das Thema ganz oder teilweise abdeckt? Dann kann eine Überarbeitung sinnvoller sein als ein zusätzlicher Artikel.

Dokumentiere die Zuordnung in einer Keyword-Map: Welches Thema gehört zu welcher bestehenden oder geplanten URL? Welches Fokus-Keyword führt die Seite? Welche Unterfragen ergänzt sie? So erkennst du früh, wenn mehrere Seiten dieselbe Aufgabe übernehmen sollen.

Für die Priorisierung helfen vier Fragen:

Passt das Thema zum Geschäftsmodell? Ist das Nutzerbedürfnis klar? Kannst du gegenüber den vorhandenen Ergebnissen etwas Nützliches beitragen? Ist die Umsetzung mit euren Ressourcen realistisch?

Erst dann gewichtest du Suchvolumen und Aufwand. Ein erreichbares, passendes Thema kann wertvoller sein als ein breiter Begriff, zu dem du aktuell wenig beitragen kannst.

Beim fiktiven Unternehmen könnte ein Planungsratgeber auf eine Leistungsseite für Büroumzüge verweisen. Eine eigenständige Checkliste kommt nur hinzu, wenn sie eine ausreichend andere Aufgabe erfüllt. Im Online-Shop gilt dieselbe Logik: „Bürostühle kaufen“ und „Bürostuhl richtig einstellen“ könnten eine Kategorie und einen Ratgeber benötigen; die Suchergebnisse müssen diese Vermutung bestätigen.

Am Ende steht ein konkretes Briefing mit Zielgruppe, Suchintention, Fokus-Keyword, Unterfragen, Seitentyp, internen Links und gewünschtem nächsten Schritt. Damit kann eine Redaktion arbeiten.

Welche Tools helfen bei der Keyword-Recherche?

Die vier folgenden Werkzeuge unterstützen unterschiedliche Teile des Ablaufs. Du musst nicht alle parallel einsetzen. Wähle sie danach aus, welche Daten oder Perspektiven dir fehlen.

Google Keyword Planner: Nachfrage und Varianten einordnen

Mit dem Google Keyword Planner kannst du neue Keyword-Ideen entdecken und vorhandene Begriffe untersuchen. Das Tool liefert unter anderem Suchvolumenentwicklungen und Gebotsschätzungen für Google Ads.

Für unseren Ablauf eignet es sich besonders, um die Brainstorming-Liste zu erweitern und Nachfragegrößen einzuordnen. Wähle den passenden Markt und prüfe den betrachteten Zeitraum. Behalte dabei die Unterscheidung zwischen Anzeigenwettbewerb und organischer Konkurrenz im Blick.

keywordtool.io: Suchformulierungen und Longtails entdecken

keywordtool.io nutzt für die Google-Recherche Autocomplete-Vorschläge. Damit kannst du Ausgangsbegriffe um konkrete Kombinationen erweitern und Formulierungen entdecken, an die du selbst noch nicht gedacht hast. Keyword-Vorschläge sind kostenlos zugänglich; zusätzliche Kennzahlen wie Suchvolumen und CPC gehören zum kostenpflichtigen Funktionsumfang.

Nutze die Vorschläge als Ausgangspunkt für die Prüfung. Ein automatisch gefundener Begriff ist noch kein fertiges Thema und sagt allein wenig darüber aus, ob du ihn priorisieren solltest.

Mangools KWFinder: Keywords mit ihrem Suchumfeld bewerten

Bei Mangools ist KWFinder das Werkzeug für die Keyword-Recherche. Es verbindet Keyword-Ideen mit Suchvolumen, historischen Entwicklungen, einer SEO-Schwierigkeitseinschätzung und SERP-Analyse. Du kannst auch über eine Domain nach Keywords recherchieren.

Für die Auswahl ist der gemeinsame Blick auf Begriff, Nachfrage und sichtbare Konkurrenz hilfreich. Ein niedriger Schwierigkeitswert sollte Anlass zum Prüfen sein. Ob deine konkrete Website eine gute Antwort liefern kann, beurteilst du zusätzlich.

Sistrix: Recherche, Wettbewerb und Suchintention verbinden

Sistrix Keyword Discovery ergänzt Ausgangsbegriffe und zeigt unter anderem Suchvolumen, Wettbewerbsintensität, Suchintention und SERP-Merkmale. Du kannst Ergebnisse filtern und relevante Keywords in Listen sammeln.

Das unterstützt sowohl die Erweiterung als auch die Reduktion deiner Recherche. Besonders nützlich ist die Verbindung mit Wettbewerber- und URL-Analysen: Welche Inhalte werden gefunden, welche Unterthemen decken sie ab und wo passt dein eigenes Angebot hinein?

Keyword-Recherche mit KI und dem SISTRIX MCP

MCP steht für Model Context Protocol. Der Standard ermöglicht KI-Anwendungen, angebundene Datenquellen und Werkzeuge zu nutzen. Über einen eingerichteten SISTRIX MCP kann beispielsweise ChatGPT Sistrix-Daten abrufen und die Ergebnisse im Gespräch aufbereiten. Sistrix beschreibt diesen Zugang in seiner Dokumentation zum MCP-Server.

Damit lassen sich mehrere Arbeitsschritte verbinden: Keywords und Rankings abrufen, Ergebnisse vergleichen, Filtervorschläge formulieren und eine erste Themenzuordnung vorbereiten. Du kannst anschließend direkt nachfragen, warum ein Begriff aufgenommen oder ausgeschlossen wurde.

Ein Beispielauftrag für die Recherche könnte lauten:

„Nutze den SISTRIX MCP für eine Keyword-Recherche zum Thema Büroumzug in Deutschland. Unser fiktives Unternehmen bietet ausschließlich Firmenumzüge an. Recherchiere passende Begriffe und ergänze verfügbare Suchvolumen, Suchintentionen und Ranking-URLs. Nenne Datenquelle und Abrufdatum. Trenne abgerufene Daten von deinen Vorschlägen. Markiere unpassende Begriffe mit Begründung und führe mögliche Negative Keywords separat auf. Ordne die übrigen Begriffe Themen und Seiten zu. Unterscheide Fokus-Keywords, semantische Begriffe, Longtails und Content-Marketing-Themen. Kennzeichne fehlende Daten.“

Der Vorteil liegt im verbundenen Ablauf: Du musst Ergebnisse seltener zwischen Oberflächen übertragen und kannst die nächste Analysefrage unmittelbar anschließen. Wie groß die Zeitersparnis ausfällt, hängt vom Umfang der Recherche, der Anbindung und der Nachprüfung ab.

Die Datenquelle liefert Werte; die KI schlägt Einordnungen vor. Eine Themenzuordnung oder geschäftliche Bewertung ist damit noch keine bestätigte Tatsache. Prüfe wichtige Ergebnisse stichprobenartig und lass dir bei unklaren Daten keine vermeintlich exakten Zahlen ergänzen.

Auch Google-Suchvolumen und Nachfrage in KI-Chatbots sind unterschiedliche Größen. Ein per MCP abgerufenes Google-Keywordvolumen wird durch den Abruf im Chat nicht zu einem Messwert für ChatGPT-Anfragen.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Die meisten Fehlentscheidungen entstehen, wenn eine einzelne Kennzahl die gesamte Recherche bestimmt. Hohe Nachfrage gleicht weder ein unpassendes Angebot noch eine falsch verstandene Suchintention aus.

Auch eine sehr lange Keyword-Liste kann Arbeit erzeugen, ohne die Planung zu verbessern. Reduziere sie deshalb bewusst und halte Entscheidungen fest. Begriffe, die noch geprüft werden müssen, gehören in einen klar erkennbaren Prüfbereich.

Ein weiterer Fehler ist die vorschnelle Produktion ähnlicher Beiträge. Prüfe zuerst, ob eine bestehende Seite das Nutzerbedürfnis bereits erfüllen könnte. So vermeidest du unnötige Überschneidungen und konzentrierst die redaktionelle Arbeit.

Behandle die Keyword-Map schließlich als Arbeitsgrundlage, die du weiterentwickelst. Neue Kundenfragen, veränderte Angebote und Suchergebnisse können neue Entscheidungen erforderlich machen. Bewerte neben Rankings und Klicks auch, ob die Inhalte passende Anfragen oder andere gewünschte Handlungen unterstützen.

FAQ zur Keyword-Recherche

Wie finde ich die richtigen Keywords für meine Website?

Die richtigen Keywords passen zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und einer klaren Suchintention. Sammle zunächst Kundenfragen und Leistungsbegriffe, erweitere sie mit Recherche-Tools und prüfe anschließend Nachfrage, Konkurrenz und passende Seitenarten.

Kann ich eine Keyword-Recherche kostenlos durchführen?

Du kannst mit Kundenfragen, Google-Suchergebnissen und kostenlosen Keyword-Vorschlägen beginnen. keywordtool.io bietet beispielsweise kostenlose Vorschläge, Mangools einen begrenzten kostenlosen Einstieg. Wie weit du damit kommst, hängt vom Umfang und den benötigten Kennzahlen ab.

Wie viel Suchvolumen sollte ein gutes Keyword haben?

Ein gutes Keyword braucht keinen universellen Mindestwert. Relevant sind der Zielmarkt, die geschäftliche Bedeutung, die Suchintention und der Aufwand. Prüfe bei 0 oder fehlendem Suchvolumen, ob weitere Signale eine vertiefte Untersuchung rechtfertigen.

Wie viele Fokus-Keywords braucht eine Seite?

Für die redaktionelle Planung ist ein führendes Fokus-Keyword pro klar abgegrenzter Seitenaufgabe sinnvoll. Ergänzende Suchbegriffe können auf derselben Seite behandelt werden, wenn sie zu dieser Aufgabe passen. Dafür gibt es keine feste Keyword-Quote.

Sind Longtail-Keywords immer leichter zu optimieren?

Longtail-Keywords sind nicht automatisch leichter zu optimieren. Eine spezifische Suchanfrage kann ein klareres Bedürfnis erkennen lassen, trotzdem aber starke Wettbewerber haben. Prüfe deshalb auch hier die tatsächlichen Suchergebnisse.

Was unterscheidet SEO-Keywords von Negative Keywords?

SEO-Keywords helfen dir, relevante Inhalte und Seiten zu planen. Negative Keywords steuern Ausschlüsse in Google Ads. Eine Recherche kann Ideen für beides liefern, aber jede Ausschlussentscheidung muss zum jeweiligen Kampagnenziel passen.

Kann der SISTRIX MCP die Keyword-Recherche übernehmen?

Der SISTRIX MCP kann Datenabrufe in einen KI-gestützten Arbeitsablauf integrieren. Die KI kann daraus Listen, Analysen und Strukturvorschläge vorbereiten. Ob die Auswahl zum Geschäftsmodell passt und welche Inhalte umgesetzt werden, braucht weiterhin eine fachliche Bewertung.

Fazit: Gute Themen entstehen durch klare Entscheidungen

Eine hilfreiche Keyword-Recherche führt vom Brainstorming über Daten und Suchintention zu einer begründeten Themenauswahl. Du reduzierst die Liste, ordnest Begriffe passenden Seiten zu und legst fest, was dein Team als Nächstes umsetzt. Tools und MCP-Anbindungen können diesen Ablauf vereinfachen.

Wenn du diesen Prozess mit deinem Team an eurer Website üben möchtest, bietet das SEO-Seminar für Unternehmen den passenden Rahmen: mit Keyword-Recherche, Suchintention, Gruppierung und Seitenzuordnung.

Niko Emran
Gründer und Instructor bei trepcademy

Über den Autor

Niko Emran unterstützt mit trepcademy Unternehmen, Teams und Selbstständige dabei, digitale Kompetenzen in Online-Marketing, E-Commerce, KI und Automation praxisnah aufzubauen.